Bong selber bauen

Ein Bong ist eine spezielle Wasserpfeife. Sie stammt aus Asien – Thailand, Indonesien, Neuguinea und die Philippinen gelten als ihre Ursprungsländer. Mittlerweile ist die Bong aber auch hierzulande weit verbreitet. Doch wie funktioniert ein Bong eigentlich genau? Und kann man ein Bong auch selber bauen? Antworten auf diese und andere Fragen findest Du hier.

Welche Arten von Bongs gibt es?

In der traditionellen Variante, wie sie bis heute in Asien üblich ist, besteht ein Bong aus Bambus. Eine solche Bambus-Bong kann komplett aus Bambus gefertigt sein oder eine Kokosnuss als Gefäß haben. Beide Werkstoffe sind in Asien überall zu haben und um ein Bong zu bauen, braucht es nicht viel mehr als ein Messer und eine Säge. Abgedichtet werden die einzelnen Bauteile entweder mit Wachs oder mit Knete. In unseren Breitengraden ist die Bambus-Bong aber eher selten anzutreffen. Stattdessen werden vor allem folgende Varianten genutzt:

  • Acryl BongDer Acryl-Bong gibt es in vielen verschiedenen Formen, Größen und Farben. Ihr Aufbau entspricht weitgehend dem einem Glas-Bong. Allerdings wird bei einem Acryl-Bong das Chillum nicht von einer Kupplung gehalten. Stattdessen gibt es nur ein kleines Loch, das erhaben und mit einem Dichtungsring ausgestattet ist. Durch dieses Loch wird das Shillum geschoben. Der große Pluspunkt von Acryl-Bongs ergibt sich durch das Material. So ist Acryl sehr stabil, langlebig und gleichzeitig sehr kostengünstig.
  • Eis BongEin Eis-Bong kennzeichnet sich durch eine Verengung unterhalb des Mundstücks. Durch diese Verengung, den Eistwist, kann die Bong mit Eiswürfeln befüllt werden. Die Idee dahinter ist, den Rauch abzukühlen, um so das Kratzen beim Inhalieren zu verringern. Ein Eis-Bong besteht meistens aus Glas.
  • Grals BongEin Glas-Bong besteht – wie der Name schon sagt – aus Glas. Sie werden mit genormten Maßen angefertigt. Dadurch können ein Chillum, ein Bongköpfchen oder ein Vorkühler problemlos eingesetzt werden. So beträgt die Schliffgröße normalerweise 14,5mm und bei größeren Exemplaren 18,8mm. Das Gefäß selbst hat ein Volumen von 250ml, 500ml oder 1000ml. Das tatsächliche Volumen ist aber deutlich kleiner, denn Bongs werden ja nie komplett mit Wasser befüllt. Der große Vorteil bei einem Glas-Bong besteht darin, dass sie kaum kalten Rauch aufnimmt. Wenn sie regelmäßig gereinigt wird und das Glas nicht bricht, hält sie deshalb sehr lange.
  • Holland BongEin Holland-Bong ist eine eher schlichte Variante. Meist besteht sie aus Keramik, manchmal auch aus Glas. Da ein Holland-Bong oft in Rot, Blau oder anderen bunten Farben gehalten ist, sieht sie ein bisschen aus wie eine Blumenvase. Die Holland-Bong hat einen runden Boden mit rund 15cm Durchmesser. Im oberen Drittel wird dieser Umfang deutlich schmaler, zum Mundstück hin wird er dann aber wieder etwas größer. Bei sehr einfachen Ausführungen kommt als Chillum ein simpler Schlauch, beispielsweise aus dem Aquarienbedarf, zum Einsatz. Auf diesen Schlauch wird dann ein Köpfchen aus Holz gesteckt. Alternativ wird als Chillum ein Röhrchen aus Aluminium verwendet.
  • MetallbongEin Metall-Bong ist entweder aus Edelstahl oder aus Aluminium gefertigt. Das eigentliche Gefäß und das Chillum bestehen immer aus Metall. Der Fuß und das Mundstück können auch aus anderen Materialien gefertigt sein, beispielsweise aus Acryl oder aus Gummi. Ähnlich wie bei der Acryl-Bong ist auch bei einem Metall-Bong das Shillum nur mit einer Dichtung fixiert. Das Metall sorgt dafür, dass der Rauch angenehm gekühlt wird. Allerdings kann sich an den Innenwänden schnell Schmutz ansammeln, was dann auch zu einem unangenehmen Geruch führt. Deshalb muss eine Metall-Bong regelmäßig gründlich gereinigt werden.

 

Wie kann ich ein Bong selber bauen?

Ein Bong ist eine Wasserpfeife und damit ein Rauchgerät. Manchmal wird mit einem Bong nur Tabak geraucht. In erster Linie wird die Bong aber verwendet, um Cannabis, Cannabis-Mischungen und andere Drogen zu rauchen. Da das Rauchen an sich schon schädlich und der Konsum bestimmter Drogen zudem auch illegal ist, werden wir an dieser Stelle natürlich keine Bauanleitung für ein Bong veröffentlichen. Schließlich soll niemand zum Tabak- und Drogenkonsum animiert werden! Wir erklären Dir deshalb nur, wie ein Bong aufgebaut ist:

Bong Aufbau

Ein Bong besteht aus einem länglichen Gefäß aus Glas, Acryl oder Metall. Oben ist das Gefäß offen und diese Öffnung ist zugleich auch das Mundstück. Das Gefäß selbst wird einige Zentimeter hoch mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit gefüllt. Kurz oberhalb des Wasserspiegels befindet sich ein Loch. Dieses Loch ist für das Chillum vorgesehen. Das Chillum (auch Shillum genannt) ist ein kleines Rohr, das nach oben hin weiter wird. Die Erweiterung ergibt den Kopf oder Hut, in den ähnlich wie bei einer normalen Pfeife das Rauchmaterial eingefüllt wird. Manchmal sind das Chillum und der Kopf an einem Stück. Bei anderen Bongs wird der Kopf auf das Chillum gesetzt, mittels Kupplung aufgesteckt oder aufgeschraubt. In diesem Fall wird das Chillum Fallrohr genannt. Der Kopf selbst kann wie ein Zylinder geformt sein oder eine konische Form haben. Je nach Kopfform verhindert dann ein Sieb, dass das Rauchmaterial ins Wasser fällt. Das Chillum wird durch das dafür vorgesehene Loch in die Bong gesteckt. Seine untere Öffnung befindet sich dadurch im Wasser, während das obere Ende samt Kopf auf der Außenseite verbleibt. Je nach Ausführung kann ein Bong noch ein zweites Loch haben. Dieses Loch nennt sich Kick- oder Flashloch.

In Asien werden Bambusrohre oder Kokosnüsse verwendet, um sich daraus ein Bong zu basteln. Hierzulande wird gerne auf Plastikflaschen zurückgriffen. Das sieht dann so aus:

 

Bong selber bauen aus Plastikflasche

 

Wie funktioniert das Rauchen mit einem Bong?

Bong rauchenDas Rauchen mit einem Bong gliedert sich in zwei Phasen. Die erste Phase ist die sogenannte Ansaugphase. Ist ein Kickloch vorhanden, hält der Raucher es zu. Seinen Mund setzt er am Mundstück an. Dann entzündet er den Kopf und zieht kräftig und lange. In der Bong entsteht dadurch ein Unterdruck. Die einzige Öffnung ist jetzt das Shillum, durch das Luft nachströmt. In der Folge erhitzt sich der glühende Kopf und der Rauch wird durch das Wasser in den Hohlraum gezogen. Dies führt zu einem Blubbern, das der Bong den Beinamen Blubber eingebracht hat.

Wenn der Hohlraum komplett mit Rauch gefüllt ist, kommt die zweite Phase. Dazu atmet der Raucher noch einmal tief durch. Dann nimmt er einen kräftigen Zug, bis der Kopf leer ist. Um den Rauch in die Lunge zu ziehen, öffnet er anschließend das Kickloch. Hat die Bong kein Kickloch, hebt er den Kopf an.

Wie schädlich ist Cannabis? Wie erkennt man Cannabisstörungen bei mir?

Foto Eis Bong: ©Alle Rechte vorbehalten von bongs e arte
Holland Bong: ©Alle Rechte vorbehalten von eric.liu1984