Verlegen von Gehwegplatten

Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten, wie ein Garten gestaltet und welche Materialien als Belag für die Terrasse, andere Flächen und Gartenwege verbaut werden können.

Nun stehen aber nicht nur diejenigen vor der Qual der Wahl, die ihren Garten neu anlegen möchten. Auch wer bereits seinen Garten nutzt, wird sich früher oder später mit Renovierungsarbeiten konfrontiert sehen. So kennen viele Hausherren und Gartenbesitzer das Problem, dass die Beläge auf der Terrasse, auf Freiflächen, auf Außentreppen und auf Gartenwegen im Laufe der Zeit unansehnlich werden. In den Fugen wächst Unkraut oder Moos und die Platten reißen oder brechen sogar ab und auseinander.

Die meisten solcher Schäden sind die Folge von Wasser und Frost und entstehen vor allem dann, wenn der Untergrund und der Belag starr miteinander verbunden sind. Dies liegt daran, dass sich verschiedene Materialien unterschiedlich ausdehnen und durch die starre Verbindung Spannungen entstehen, die in der Folge zu Schäden führen. Um dies zu vermeiden, ist es insofern ratsam, den Untergrund und den Belag voneinander zu trennen. Eine einfache Möglichkeit hierzu bieten sogenannte Plattenlager und wie der Heimwerker Gehwegplatten mithilfe von Plattenlagern verlegen kann, wird im Folgenden erklärt.

Das Verlegen von Gehwegplatten – so klappt es garantiert

  • Handwerker verlegt GehwegplattenHat sich der Hausherr für Gehwegplatten entschieden, gibt es grundsätzlich mehrere Möglichkeiten, wie er die Platten verlegen kann. So kann er sie in einem Mörtelbett verlegen, riskiert durch die starre Verbindung aber langfristig Wasser- und Frostschäden. Eine andere Möglichkeit ist, die Platten auf Splitt zu verlegen. Vor allem weniger erfahrenen Heimwerkern fällt es jedoch häufig schwer, die Splittschicht nicht nur gerade abzuziehen, sondern gleichzeitig auch noch das erforderliche Gefälle einzuarbeiten und die Platten später dann gleichmäßig auszurichten.
  • Eine weitere Variante, die zudem recht einfach umsetzbar ist, ist das Verlegen von Gehwegplatten auf sogenannten Plattenlagern. Plattenlager sind im Grunde genommen kleine Stelzen, die meist aus Kunststoff bestehen. Da die verwendeten Kunststoffe formstabil, alterungs- und witterungsbeständig sind und keine Weichmacher enthalten, ist eine langlebige Unterkonstruktion sichergestellt, die sich mit nahezu allen anderen Baustoffen verträgt.
  • Plattenlager sind als feste Auflagen in unterschiedlichen Höhen und als höhenverstellbare Auflagen erhältlich. Als Zubehör gibt es Ausgleichsplatten, die unter die Plattenlager gelegt werden können, um Unebenheiten im Untergrund oder Stärkenunterschiede bei den Gehwegplatten auszugleichen und um das Gefälle zu realisieren. Ein weiterer großer Pluspunkt für den Heimwerker besteht darin, dass die Gehwegplatten nicht festgeklebt oder anderweitig befestigt werden müssen. Die Platten werden für eine stabile und rutschfeste Verbindung nämlich lediglich auf die Plattenlager aufgelegt. Durch die Form der Lager ergeben sich außerdem automatisch gleichmäßige Fugen und sofern einzelne Platten irgendwann einmal beschädigt sein sollten, können sie einfach herausgenommen und ausgetauscht werden.

Das Verlegen von Gehwegplatten auf Plattenlagern – so wird‘s gemacht

  • Die Gehwegplatten können sowohl auf einem losen und verdichteten als auch auf einem festen Untergrund verlegt werden. Wichtig bei einem festen Untergrund, beispielsweise einer bereits gefliesten Fläche, ist aber, dass dieser ausreichend tragfähig ist und keine großen Beschädigungen aufweist. Der Untergrund wird nun abgedichtet, indem Bahnen aus Materialien wie Gummi oder Bitumen verlegt werden. Damit sind die Vorbereitungen bereits abgeschlossen und das eigentliche Verlegen der Platten kann beginnen. Begonnen wird meist an einer Hauswand oder einer optisch wichtigen Begrenzungslinie.
  • Die erste Reihe der Gehwegplatten wird dabei auf halben Plattenlagern verlegt. Die übrigen Gehwegplatten auf der Fläche liegen auf ganzen Plattenlagern auf, während in Innenecken nur ¼ und in Außenecken ¾ der Plattenlager benötigt werden. Geteilt werden die Plattenlager an den dafür vorgesehenen Sollbruchstellen. Da einige Plattenlager in der Höhe verstellt und die anderen mit Distanzscheiben unterlegt werden können, ist es recht einfach, ein Gefälle einzubauen und die Gehwegplatten gleichmäßig auszurichten. Durch entsprechend hohe Plattenlager kann der Belag auch problemlos angehoben werden, beispielsweise wenn Rohre, Leitungen oder Kabel darunter verlaufen sollen.
  • Sind alle Platten verlegt, ist die Fläche fertig und direkt nutzbar. Die Fugen, die durch die Plattenlager automatisch gleichmäßig werden, bleiben in aller Regel offen. Dadurch ist sichergestellt, dass das Wasser ungehindert unter den Platten in das Erdreich abgeführt wird.