Haus bauen

haus-bauenUnabhängig davon, ob Sie ein Haus bauen möchten, mit dem Innenausbau beschäftigt sind, Renovierungs-, Umbau- oder Ausbaumaßnahmen planen oder Ihr Haus einfach nur schön und wohnlich gestalten möchten, hier werden Sie sicher fündig. Grundlegende Infos und Tipps unterstützen Sie bei der Planung und dem Bau des Hauses sowie bei der Kalkulation der Kosten. Anleitungen und Tricks für den Innenausbau erleichtern handwerkliche Tätigkeiten und können helfen, typische Fehler zu vermeiden. Aber auch wenn es darum geht, einen Carport zu bauen, eine Sauna zu installieren oder den Garten anzulegen, finden Heimwerker zahlreiche Informationen, Ideen und Tipps. Wer sein Haus mit selbstgebauten Möbeln einrichten, individuelle Dekorationen anfertigen oder nicht nur für sich, sondern auch für seine Haustiere ein gemütliches zu Hause schaffen möchte, findet hier ebenfalls zahlreiche Anregungen und verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen. In diesem Sinne, viel Spaß und Erfolg beim Selberbauen!

Bei vielen steht ein Eigenheim ganz oben auf der Liste der Lebensträume. Aber so verlockend es auch sein mag, stolzer Besitzer eines Hauses zu sein, eine solche Entscheidung will reiflich überlegt und gut geplant sein. Schließlich ist ein Hausbau immer mit hohen Kosten verbunden und es dauert üblicherweise Jahrzehnte, bis eine Baufinanzierung abbezahlt ist. Der erste und wichtigste Schritt, wenn es darum geht, ein Haus zu bauen, ist somit die Finanzplanung. Zuerst muss klar sein, wie viel Haus sich der Bauherr leisten kann. Wenn der finanzielle Rahmen abgesteckt ist, stellt sich für den Bauherren als nächstes die Frage, ob er sein Haus selber bauen oder es bauen lassen möchte. In diesem Zusammenhang muss er sich dann zwischen zwei grundlegenden Varianten entscheiden, nämlich einem Massivhaus oder einem Fertighaus. Beide Varianten haben ihre Vor- und ihre Nachteile.

Ein Massivhaus als Eigenheim

Ein Massivhaus ist aus Mauerwerk, Beton, Natur- oder Kunststein errichtet und sein wesentliches Kennzeichen ist das Mauerwerk, das das Haus nach außen hin abschließt und entweder als Sichtmauerwerk gearbeitet oder verputzt und gestrichen ist. Die Wände und Decken eines Massivhauses übernehmen dabei aber gleich zwei Funktionen, denn sie bilden einerseits die Abschlüsse der Räume und sind andererseits auch die statisch tragenden Elemente.

Die wesentlichen Vorteile eines Massivhauses ergeben sich durch das dicke Mauerwerk. So wird das Massivhaus durch die verarbeiteten Materialien nicht nur sehr langlebig, sondern auch äußerst stabil. Im Sommer sorgen die Mauern dafür, dass die Hitze nicht nach innen gelangt und es im Haus angenehm kühl ist. Im Winter hingegen wirken die Mauern unnötigen Wärmeverlusten entgegen und helfen so dabei, Heizkosten einzusparen. Auch im Hinblick auf das Wohnklima hat ein Massivhaus einiges zu bieten. So stellen eine Dämmschicht sowie eine isolierende Luftschicht eine gute Wärmezirkulation sicher und verhindern, dass Feuchtigkeit in das Haus eindringen kann. Gleichzeitig ergibt sich dadurch eine schallisolierende Wirkung, die den Straßenlärm zuverlässig aussperrt.

Diesen wichtigen Vorteilen stehen allerdings auch Nachteile gegenüber. Ein Massivhaus ist zwar überaus langlebig, die Baukosten sind jedoch hoch und liegen meist deutlich über den Anschaffungskosten von einem Fertighaus. Hinzu kommt die deutlich längere Bauzeit. So müssen bei einem Massivhaus die Wände und Decken nicht nur gemauert werden, sondern über Wochen austrocknen und beheizt werden, damit sich im Mauerwerk weder Feuchtigkeit noch Schimmel bilden können.

 

 

Ein Fertighaus als Eigenheim

Bei einem Fertighaus werden die Einzelteile industriell vorgefertigt und müssen an der Baustelle dann nur noch zusammengesetzt werden. Dies verkürzt nicht nur die Bauzeit deutlich, sondern wirkt sich auch sehr positiv auf die Baukosten aus. Dabei ist ein modernes Fertighaus optisch nicht von einem Massivhaus zu unterscheiden und muss den Vergleich auch im Hinblick auf die Qualität nicht scheuen. Fertighäuser werden in unterschiedlichen Varianten angeboten, nämlich als schlüsselfertiges Haus, als Ausbauhaus und als Bausatzhaus. Die Bezeichnung schlüsselfertiges Haus ist rechtlich nicht geschützt, weshalb die Bau- und Leistungsbeschreibung des Anbieters sehr genau gelesen werden sollte. In aller Regel meint ein schlüsselfertiges Haus aber ein Haus, in dem alle Rohbau- und Innenausbauarbeiten erledigt sind, so dass der Bauherr das Haus im Grunde nur noch möblieren muss und anschließend einziehen kann. Ein Ausbauhaus, das auch als Mitbauhaus bezeichnet wird, ist kostengünstiger als ein schlüsselfertiges Haus, weil der Bauherr hier kräftig mit anpackt. In den meisten Fällen kauft der Bauherr bei einem Ausbauhaus einen geschlossenen Rohbau. Das bedeutet, das Haus hat wärmegedämmte und verputzte Außenwände, ein fertig eingedecktes Dach, Fenster und Türen sind eingebaut und Leerrohre für elektrische Leitungen sowie die Gas- und Wasserleitungen sind verlegt. Von außen sieht das Ausbauhaus somit bezugsfertig aus, der komplette Innenausbau steht aber noch an. Für den Innenausbau ist der Bauherr dabei selbst zuständig und kann durchaus deutlich Kosten einsparen. Aber dies setzt voraus, dass der Bauherr handwerkliches Geschick mitbringt und auch entsprechend erfahren ist. Andernfalls kann sich der hohe Anteil an Eigenleistung schnell als Fehlentscheidung herausstellen, die viel Geld, Zeit und Nerven kostet. Für versierte und ambitionierte Handwerker mit kleinerem Budget kann wiederum ein Bausatzhaus die richtige Lösung sein. Bei einem Bausatzhaus liefert der Hersteller nur die benötigten Baumaterialien, den gesamten Hausbau vom Rohbau bis zum Innenausbau erledigt der Bauherr selbst.

Die beiden wichtigsten Vorteile eines Fertighauses sind die kurze Bauzeit und die sehr gut kalkulierbaren und kontrollierbaren Baukosten, die meist deutlich unter den Baukosten für ein Massivhaus liegen. Hinzu kommt, dass die standardisierte Herstellung eine gleichbleibende Qualität sicherstellt, die modernen Anforderungen an ein Haus absolut gerecht wird. Die standardisierte Fertigung bringt allerdings auch den Nachteil mit sich, dass nicht alle individuellen Wünsche umgesetzt werden können. Zudem sind nachträgliche Änderungen nicht oder nur mit sehr hohen Aufpreisen möglich.