Sauna Infrarotkabine Kombination

Anders als früher ist eine Sauna in den eigenen vier Wänden heute kein unbezahlbarer Luxus mehr und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sich immer mehr Hausherren dazu entscheiden, ihren eigenen Wellness- und Spa-Bereich einzurichten. Dabei ist das Angebot mittlerweile sehr breit gefächert und umfasst nicht nur Saunas in verschiedenen Größen, Designs und Preisklassen, sondern auch verschiedenste Saunaarten. Besonders im Trend sind dabei sogenannte Kombi- oder Multifunktionskabinen, die mehrere Verwendungsmöglichkeiten zulassen.

Die klassische Sauna und die Infrarotkabine als Kombination

Während sich Heimsaunas schon recht lange großer Beliebtheit erfreuen, war eine Wärmebehandlung durch Infrarotstrahlen vielen in erster Linie im Zusammenhang mit medizinischen und therapeutischen Anwendungen ein Begriff. Anfang der 1990er-Jahre kamen dann aber die ersten Infrarotkabinen für den Hausgebrauch auf den Markt und sind seitdem auf dem Vormarsch. Eine wirkliche Konkurrenz ist aber strenggenommen nicht gegeben, denn allzu viele Gemeinsamkeiten haben die klassische Sauna und die Infrarotkabine nicht. Rein optisch sehen die Kabinen zwar sehr ähnlich aus und beide Varianten bringen den Benutzer gehörig ins Schwitzen, aber die Funktionsweisen sind komplett verschieden.

  • Das Herzstück einer klassischen Sauna ist der Saunaofen, der die Raumluft in der Kabine erhitzt. Über die Luft wird die Wärme dann auf den Körper übertragen und die Hautoberfläche erwärmt sich. Dabei herrschen in der klassischen Sauna Temperaturen zwischen 70 und 100 Grad, die relative Luftfeuchtigkeit beträgt zwischen fünf und 15 Prozent. Durch einen Aufguss erhöht sich die Luftfeuchtigkeit kurzzeitig und ein zusätzlicher Hitzereiz entsteht. In der Infrarotkabine hingegen sind Stab- oder Flächenstrahler für die Wärme zuständig. Infrarotstrahlen erwärmen allerdings nicht die Raumluft, sondern dringen unmittelbar in den Körper ein und erwärmen ihn so von innen heraus. Durch diese direkte Tiefenwärme reichen Temperaturen zwischen 45 und 60 Grad völlig aus.
  • Anders die klassische Sauna umfasst die Wärmebehandlung auch nur einen Saunagang und es finden keine Wechsel zwischen Erwärmen und Abkühlen statt. Dies führt dazu, dass die Infrarotbestrahlung sanfter, schonender, für den Kreislauf verträglicher und im Unterschied zur Sauna weniger anstrengend, sondern vielmehr belebend wirkt. Da die Infrarotkabine ermöglicht, bestimmte Körperregionen gezielt zu erwärmen, stimuliert die Wärmebehandlung nicht nur den Kreislauf und den Stoffwechsel, sondern löst auch Verspannungen und lindert Entzündungen sowie Muskel- und Gelenkbeschwerden.

Die klassische Sauna hingegen stärkt das Immunsystem und regt die Produktion von körpereigenen Abwehrkräften an. Zudem möchten viele nicht auf das gesellige Saunavergnügen und die typischen Aufgüsse verzichten. Nun ist es aber auch nicht notwendig, sich für eine der beiden Saunavarianten zu entscheiden, denn mittlerweile gibt es sogenannte Kombikabinen, die sowohl als klassische Sauna als auch als Infrarotsauna genutzt werden können. Eine solche Kabine sieht dann beispielsweise so aus:

 

Sauna und Infrarotkabine als Kombination – Pro & Contra

Eine Multifunktionskabine, die beide Saunavarianten ermöglicht, kann sich tatsächlich als gelungene Kombination und ideale Lösung herausstellen. Schließlich kann der Saunabesitzer dann selbst entscheiden, wie er seine Sauna nutzen und welche Wirkung er mit dem jeweiligen Saunabad erzielen möchte. Kleiner Nachteil sind allerdings die Kosten, denn eine Sauna, die multifunktional genutzt werden kann, liegt preislich über einer reinen finnischen Sauna oder einer Infrarotkabine. Wer bereits eine klassische Sauna besitzt, kann diese jedoch in vielen Fällen zu einer Kombisauna aufwerten. Dies ist möglich, indem Infrarot-Strahler nachträglich in die Kabine eingebaut werden.

Die gleiche Leistung, die eine bereits als Kombikabine konzipierte Sauna oder eine reine Infrarotkabine erbringen, kann bei einem nachträglichen Einbau allerdings meist nicht erreicht werden. Dies liegt daran, dass es aus baulichen Gründen oft schlichtweg nicht möglich ist, so viele Strahler zu installieren, dass eine Bestrahlung von allen Seiten gegeben wäre. Dennoch kann sich der nachträgliche Einbau lohnen und für ein ganz neues Saunavergnügen sorgen.