Sternenhimmel selber bauen

Viele Menschen beobachten fasziniert den funkelnden Sternenhimmel, suchen nach Sternbildern oder hoffen auf eine Sternschnuppe, die ihnen einen Wunsch erfüllt. Einige beschäftigen sich mit dem Sternenhimmel, weil sie sich für Astronomie interessieren. Für andere ist das Naturschauspiel am Himmelszelt einfach nur herrlich romantisch. Jedenfalls ist es nicht notwendig, auf sternenklare Nächte zu warten. Mit etwas Geduld und ein wenig handwerklichem Geschick lässt sich der Sternenhimmel nämlich in die eigenen vier Wände holen. Wie das geht, zeigt diese Anleitung!

Der selbstgebaute Sternenhimmel

Eigentlich ist es gar nicht schwer, einen Sternenhimmel zu bauen, der dann an der Wohn- oder Schlafzimmerdecke hängt und für ein herrlich romantisches Ambiente sorgt.

Neben einer Holzplatte als Träger und ein paar Rahmenleisten wird dafür lediglich ein LED-Lichtfaserset benötigt. Ein solches Set besteht aus einem Lichtgenerator und einem Bündel aus Lichtfasern. Je nach Ausführung sorgen zwischen 50 und mehreren hundert Lichtfasern für die Sternenhimmel-Optik. Über die mitgelieferte Fernbedienung kann der Sternenhimmel an- und ausgeschaltet werden.

Sternenhimmel selber bauen

Der Selbstbau eines Sternenhimmels ist nicht schwierig, erfordert allerdings Geduld. Schließlich müssen nicht nur unzählige Löcher gebohrt, sondern die Lichtfasern auch noch einzeln durch die Löcher gefädelt werden. Der Aufwand lohnt sich aber und am Ende kann sich der Heimwerker buchstäblich sein Stück vom Himmel in die Wohnung hängen.

 

Einen Sternenhimmel selber bauen – die Materialliste

  • 1 LED-Lichtfaserset
  • 1 Holzplatte, 1 cm stark, Format und Größe nach Wunsch
  • Holzleisten, 4,5 x 4,5 cm stark, Längen passend zur Holzplatte
  • lösungsmittelfreier Sprühkleber
  • Farben zum Sprühen und Streichen, z.B. in Schwarz, Blau, Violett und Weiß
  • Farbrolle, Pinsel und Schwämmchen
  • Holzschrauben
  • Bohrmaschine und Holzbohrer, Durchmesser je nach Durchmesser der Lichtfasern
  • Akku-Schrauber
  • Schere
  • Befestigungsmaterial für die Montage des Sternenhimmels an Decke oder Wand, angepasst an die Gegebenheiten vor Ort

 

Einen Sternenhimmel selber bauen – so wird’s gemacht

1. Schritt: die Trägerplatte zusammenbauen

Als erstes wird die Trägerplatte mit einem umlaufenden Rahmen ausgestattet. In dem Rahmen verschwinden später die verlegten Lichtfasern und der Lichtgenerator, so dass von außen wirklich nur ein Sternenhimmel zu sehen ist. Soll der Sternenhimmel recht groß werden, kann eine zusätzliche Leiste als Verstärkung diagonal in den Rahmen eingebaut werden. Für den Rahmen werden die Holzleisten einfach auf die Holzplatte gesetzt und bündig angeschraubt. Ratsam ist aber, eine kleine Aussparung in den Rahmen einzuarbeiten, durch die das Stromkabel des Lichtgenerators geschoben werden kann.

Sternenhimmel selber bauen - die Trägerplatte zusammenbauen

 

2. Schritt: die Löcher für die Lichtfasern bohren

Als nächstes müssen Löcher in die Trägerplatte gebohrt werden. Wie viele Löcher notwendig sind, hängt davon ab, wie viele Lichtfasern das Bündel enthält. Hat das Lichtfaserset beispielsweise 160 Lichtfasern, müssen dementsprechend 160 Löcher gebohrt werden. Die Größe der Löcher hängt vom Durchmesser der Lichtfasern ab. Damit sich die Lichtfasern später gut durch die Löcher schieben lassen, sollten die Löcher aber minimal größer sein. Bei Lichtfasern mit beispielsweise 1 mm Durchmesser sollten die Löcher also mit einem 1,1 mm Bohrer gearbeitet werden. Die Löcher können mithilfe einer Schablone gebohrt werden. Dies macht dann Sinn, wenn die Sterne gleichmäßig angeordnet sein sollen oder wenn ein bestimmtes Sternbild am Sternenhimmel funkeln soll. Genauso gut ist aber möglich, die Löcher wild durcheinander in die Platte zu bohren. Wichtig ist nur, dass der Heimwerker beim Bohren immer schön mitzählt, damit er am Ende nicht zu viele oder zu wenig Löcher in seiner Platte hat.

Sternenhimmel bauen - die Löcher für die Lichtfasern bohren

 

3. Schritt: die Trägerplatte bemalen

Nach dem mühsamen Bohren der vielen kleinen Löcher folgt ein entspannter Arbeitsschritt, denn jetzt wird die Trägerplatte bemalt. Eine schnelle Lösung ist, die Trägerplatte samt Rahmen mit einem dunkelblauen Sprühlack einzufärben und darauf etwas Glitzerspray in Gold oder Silber aufzubringen. Dabei muss die Lackierung keineswegs gleichmäßig sein, denn gerade Schattierungen lassen den Sternenhimmel realistischer aussehen. Wer sich etwas mehr Arbeit machen möchte, kann die Trägerplatte und den Rahmen zuerst in Schwarz grundieren. Ist diese Farbschicht trocken, kann die Fläche mit blauer, violetter und weißer Farbe ausgestaltet werden. Dabei können die Farben mit dem Pinsel aufgetragen oder aufgesprüht werden. Um die typischen Himmelsstrukturen nachzuahmen, können die Farben mit dem Pinsel verwischt werden. Zudem kann die Fläche mit einem Schwämmchen abgetupft werden. So wird stellenweise Farbe abgenommen und an anderer Stelle wieder aufgetupft. Die Bemalung muss dann komplett durchtrocknen.

 

4. Schritt: die Lichtfasern verlegen

Nun kommt der vermutlich aufwändigste Arbeitsschritt. Jetzt werden nämlich die Lichtfasern verlegt. Dazu wird die Trägerplatte am besten auf Böcke gelegt. So lassen sich die Lichtfasern gut durch die Löcher fädeln und auf der Vorderseite können sie lose herunterhängen, ohne zu verknicken. Bevor die Lichtfasern verlegt werden, wird aber erst noch der Lichtgenerator an der Trägerplatte festgeschraubt. Dann werden die Lichtfasern nacheinander durch die Löcher geführt und von der Gegenseite aus straff gezogen. Wichtig beim Verlegen ist, behutsam mit den Lichtfasern umzugehen. Werden sie geknickt, leuchten sie später nicht mehr richtig, schlimmstenfalls könnten sie sogar abbrechen.

Um zu vermeiden, dass die Lichtfasern verrutschen, können sie mit Sprühkleber fixiert werden. Dabei können schon zwischendurch die Abschnitte, auf denen Lichtfasern verlegt sind, mit dem Kleber besprüht werden. Zum Schluss wird dann die gesamte Fläche noch einmal mit einer Schicht Sprühkleber überzogen.

 

5. Schritt: den Sternenhimmel fertig stellen

Der letzte Arbeitsschritt beim Bau des Sternenhimmels besteht darin, die überstehenden Lichtfasern zu kürzen. Für das Abschneiden ist kein spezielles Werkzeug notwendig. Stattdessen kann eine ganz normale Haushalts- oder auch Nagelschere verwendet werden. Dabei werden die Lichtfasern soweit gekürzt, dass sie die Trägerplatte nur minimal überragen.

Sind alle Lichtfasern abgeschnitten, ist der selbstgebaute Sternenhimmel fertig. Nun muss er nur noch an der Decke oder an der Wand befestigt werden. Dann kommt das Kabel des Lichtfaser-Sets in die Steckdose und schon kann der Sternenhimmel bewundert werden.