Treppen und Türen bauen

Es gibt kein Haus ohne Fenster und Türen und in den meisten Häusern ist außerdem auch mindestens eine Treppe vorhanden. Eine Treppe erfüllt dabei in erster Linie eine praktische Funktion, denn sie macht es möglich, von einem Geschoss in ein anderes zu gelangen. Aber natürlich soll eine Treppe nicht nur praktisch, sondern auch komfortabel, sicher und optisch ansprechend sein. Fenster und Türen haben ebenfalls einen praktischen Nutzen, sind gleichzeitig aber auch dafür zuständig, dass Kälte und Hitze nicht ins Hausinnere gelangen. Während der Heimwerker Innen- und Schranktüren durchaus selber bauen kann, ist dies bei der Haustür, bei Fenstern und bei Treppen schon deutlich schwieriger. Hier müssen nämlich zahlreiche Aspekte berücksichtigt werden, so dass solche Arbeiten eher Profis vorbehalten sind.

Um eine möglichst lange Lebensdauer sicherzustellen, benötigen Treppen, Fenster und Türen eine gewissenhafte Pflege. Sind im Laufe der Zeit dennoch kleinere Schäden entstanden oder soll die Optik aufgefrischt werden, kann der Heimwerker solche Arbeiten aber problemlos selbst durchführen. Zu den klassischen Arbeiten in diesem Zusammenhang gehört ein neuer Anstrich und worauf es hierbei zu achten gilt, wird im Folgenden erklärt.

Treppen, Türen und Fenster aus Holz auffrischen – das wird benötigt

Welche Materialien benötigt werden, hängt natürlich davon ab, welche Bauteile in welcher Form aufgefrischt werden sollen. Grundsätzlich beginnt jedoch jede Arbeit mit dem gründlichen Säubern und Schleifen des Holzes. Hierfür sind Wasser und Seife, ein Schwamm, eine Bürste, der Staubsauger und Schleifgerät samt Schleifmittel erforderlich. Ist bereits ein alter Anstrich vorhanden, der rissig ist oder abblättert, muss dieser komplett entfernt werden. Dies kann zum einen erfolgen, indem die Fläche abgeschliffen wird, zum anderen ist es aber auch möglich, mit einem Abbeizer zu arbeiten. Als weitere Materialien werden ein Lack oder eine Lasur, eventuell eine Imprägnierung sowie ein Pinsel oder eine Farbrolle benötigt.

 

Treppen, Türen und Fenster aus Holz auffrischen – so wird‘s gemacht

1. Die vorbereitenden Arbeitsschritte

Bevor eine Oberfläche neu gestrichen werden kann, muss sie zunächst gründlich vorbereitet werden. Hierzu gehört, die Fläche sorgfältig zu reinigen und anzuschleifen. Ist das Holz noch unbehandelt, wird es mit einem 240er-Schleifpapier angeschliffen, wobei immer nur in eine Richtung geschliffen wird. Ist das Holz bereits gestrichen und ist der Anstrich noch recht gut erhalten, wird die Fläche zuerst mit Wasser und Seife gesäubert und nach dem Trocknen leicht angeschliffen. Ist der alte Anstrich hingegen rissig oder blättert er ab, muss er vollständig entfernt werden. Dies gelingt am einfachsten durch Abbeizen. Dazu wird der Abbeizer auf die Fläche aufgetragen und der alte Anstrich nach der Einwirkzeit mit einem Spachtel entfernt. Anschließend wird das Holz mit Seife und Wasser abgewaschen und mit klarem Wasser nachbehandelt. Nach dem Trocknen kann das Holz dann leicht angeschliffen werden, um die Oberfläche anzurauen. Nach dem Anschleifen wird der Schleifstaub sorgfältig beseitigt, danach kann der neue Anstrich erfolgen.

 

2. Den Anstrich durchführen

a.) Laubhölzer kennzeichnen sich durch ihre recht hohe Witterungsbeständigkeit und lange Haltbarkeit. Nadelhölzer hingegen sind zwar etwas preiswerter, allerdings weniger witterungsbeständig und anfälliger für Schäden durch Feuchtigkeit, Pilze oder Insekten. Aus diesem Grund müssen Nadelhölzer immer mit einem Holzschutzmittel imprägniert werden. Dieses Holzschutzmittel wird als Grundierung von allen Seiten und in einer großzügigen Schicht aufgetragen.

b.) Wird unbehandeltes Holz oder Holz, von dem der alte Anstrich vollständig entfernt wurde, gestrichen, folgt nach der Grundierung der Zwischenanstrich. Bei einem farbigen, deckenden oder lasierenden Anstrich werden der jeweilige Lack oder die Lasur unverdünnt auf die Fläche aufgetragen. Wird die Fläche hingegen farblos mit Klar- oder Bootslack gestrichen, wird zunächst ein Voranstrich durchgeführt, bei dem der Lack mit 20 Prozent Universalverdünnung verdünnt wird. Wenn der Voranstrich getrocknet ist, wird ein Zwischenanstrich mit unverdünntem Lack aufgetragen. Der Zwischenanstrich muss nun vollständig trocknen, danach wird er leicht angeschliffen. Zum Schluss wird dann der Deckanstrich aufgetragen. Dafür wird die Fläche mit unverdünntem Lack oder unverdünnter Lasur gestrichen.

c.) Erfolgt der Anstrich auf einem intakten Altanstrich, reicht es aus, die Fläche zunächst gründlich mit Wasser und Seife zu reinigen und anzuschleifen. Nachdem der Schleifstaub entfernt ist, werden der Lack oder die Lasur unverdünnt aufgetragen. Je nach Farbe reicht dabei bereits ein Anstrich aus, teilweise sind jedoch zwei Anstriche notwendig, um eine gleichmäßige Deckung zu erzielen.