Korkparkett verlegen mit diesen Tipps

Die Bezeichnung Kork leitet sich von dem lateinischen Wort cortex für Rinde ab. Dabei handelt es sich bei Kork um die Rinde der Korkeiche, die im südeuropäischen Raum beheimatet ist. Diese Rinde wird verwendet, um daraus beispielsweise Flaschenkorken oder Pinnwände herzustellen, aber auch Baustoffe wie Wand- und Bodenbeläge werden aus diesem Naturmaterial angefertigt. Als Bodenbelag ist Kork warm, federnd und bringt hervorragende Eigenschaften im Hinblick auf Isolierung und Dämmung mit. Beim Verlegen von Korkparkett, das mittlerweile in unterschiedlichen Farben erhältlich ist, müssen zwar einige Kleinigkeiten beachtet werden, mit den richtigen Tipps ist es aber kein Problem. Wie der Heimwerker seinen neuen Bodenbelag aus Kork selbst verlegen kann, erklärt die folgende Anleitung.

Korkparkett verlegen – das wird benötigt:

Korkparkett verlegen

  • Korkparkett; die benötigte Menge ergibt sich aus der Quadratmeterzahl plus einer Reserve von 5 bis 10 Prozent für den Verschnitt
  • PE-Folie, 0,2mm stark, als Dampfsperre
  • Trittschalldämmung
  • Distanzkeile, Zugeisen, Schlagholz und Gummihammer
  • Stichsäge, Maßband und Bleistift
  • Fußleisten und Fugenfüller mit Kartuschenpistole
  • Bodenausgleichsmasse bei Bedarf

 

Korkparkett verlegen – so geht’s:

1. Schritt: die vorbereitenden Arbeitsschritte

a.)Kork sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch ein natürlicher, warmer und federnder Bodenbelag. Mittlerweile gibt es Kork als Klicksystem und ein solcher Bodenbelag wird schwimmend verlegt. Schwimmend bedeutet, dass der Bodenbelag nicht direkt mit dem Untergrund verklebt wird, sondern nur lose aufliegt. Ein großer Vorteil von Kork mit Klicksystem ist, dass die Verlegung prinzipiell genauso einfach ist wie das Verlegen von Laminat oder Fertigparkett. Bei Kork ist allerdings wichtig, dass der Untergrund nicht nur fest und sauber, sondern vor allem auch absolut eben ist. Sind Unebenheiten vorhanden, muss der Boden zuerst mit einer Bodenausgleichsmasse verspachtelt werden.

b.)Auf den ebenen Untergrund wird nun zuerst eine 0,2mm starke PE-Folie als Dampfsperre verlegt, um zu verhindern, dass Restfeuchtigkeit aus dem Boden aufsteigt. Die Folie wird so ausgelegt, dass sie etwa 40cm überlappt. Als nächste Schicht wird eine Trittschalldämmung verlegt. Beim Verlegen der Trittschalldämmung ist wichtig, darauf zu achten, dass die Bahnen exakt nebeneinander liegen, ohne sich dabei aber zu überlappen.

c.)Das Korkparkett selbst sollte nun etwa 48 Stunden lang in dem Raum gelagert werden, in dem es verlegt werden soll. Diese Zeit benötigt das Korkparkett, um sich zu akklimatisieren.

 

2. Schritt: den Korkboden verlegen

Das Verlegen des Korkparketts funktioniert im Grunde genommen genauso wie das Verlegen von Laminat. Kork wird dabei in aller Regel parallel zum Lichteinfall verlegt. Für die erste Reihe werden nun die benötigten Paneele mit der Nut zur Wand ausgelegt und dabei so ausgerichtet, dass die Abstände zur Wand und an den Seiten mindestens 1cm betragen. Um diese Dehnungsfuge einzuhalten, werden die Paneele mit Distanzkeilen fixiert. Das letzte Stück in der Reihe muss meist zugeschnitten werden. Das Reststück wird aber nicht entsorgt, sondern kann meist als Anfangsstück der nächsten Reihe verwendet werden. Eine Ausnahme besteht dann, wenn es sich bei dem Reststück um einen schmalen Streifen handelt. In diesem Fall beginnt die zweite Reihe mit der Hälfte eines neuen Paneels. Nun wird die zweite Reihe verlegt, indem die Paneele an die erste Reihe geschoben und mithilfe von Schlagholz und Gummihammer ineinandergetrieben werden. An den Rändern kommt das Zugeisen als Hilfsmittel zum Einsatz. Die genaue Handhabung hängt von dem verwendeten System ab, ist aber auf der Verpackung genau angegeben. Nach und nach werden so nun alle Reihen verlegt, wobei Distanzkeile den notwendigen Abstand zu den Wänden sicherstellen.

 

3. Schritt: die Leisten anbringen und die Fugen füllen

Ist das gesamte Korkparkett verlegt, werden nun noch die Fußleisten montiert. Die Fußleisten sorgen für einen optisch harmonischen Übergang zwischen dem Bodenbelag und der Wand. Gleichzeitig verdecken die Leisten aber auch die Dehnungsfuge. An Stellen, an denen keine Leisten montiert werden können, beispielsweise an Türübergängen, wird die Dehnungsfuge mit einem Fugenfüller ausgefüllt. Der Fugenfüller benötigt etwa 24 Stunden zum Abbinden, danach ist der neue Korkboden fertig.

Und hier noch ein Video, das das Verlegen von Korkparkett zeigt.