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Parkettboden mit Fußbodenheizung Tipps

Sowohl eine Fußbodenheizung als auch ein Parkettboden versprechen ein hohes Maß an Gemütlichkeit, Behaglichkeit und Wohnkomfort. Während die Fußbodenheizung für ein wohliges Raumklima mit angenehmer Fußwärme sorgt, stellt der Parkettboden die optisch ansprechende, edle und natürliche Optik sicher. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass viele Bauherren eine Fußbodenheizung, die übrigens zu den energiesparenden Heizsystemen gehört, mit einem Parkettboden kombinieren möchten. Grundsätzlich lässt sich diese Kombination auch realisieren, allerdings müssen einige Punkte beachtet werden.

Rechner · Eignet sich das Parkett für die Fußbodenheizung?

Rechenweg: R = Dicke in m ÷ λ, dazu die Unterlage. DIN EN 1264 legt der Auslegung von Fußbodenheizungen einen Belagwiderstand von höchstens 0,15 m²K/W zugrunde. Die λ-Werte sind Richtwerte nach DIN EN ISO 10456 und DIN EN 12524; steht auf dem Belag oder der Unterlage ein Wert, geht dieser vor. Die Rechnung läuft in Ihrem Browser, es werden keine Daten übertragen.

Parkettboden bei Fußbodenheizung – geeignete Holzarten

Damit die Kombination aus Fußbodenheizung und Parkettboden dauerhaft funktioniert und beide Komponenten ihre Stärken ausspielen können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. So muss zunächst einmal der Untergrund selbst sowohl für den Einbau einer Fußbodenheizung als auch für das Verlegen von einem Parkettboden geeignet sein. Voraussetzung ist ein fachgerecht aufgeheizter Heizestrich, dessen Restfeuchte vor dem Verlegen per CM-Messung geprüft wurde; für Parkett auf beheiztem Estrich gelten meist höchstens 1,8 CM-% bei Zementestrich und 0,3 CM-% bei Calciumsulfatestrich. Eine entscheidende Rolle kommt aber auch dem Parkett selbst zu. Holz quillt und schwindet vor allem mit der Luftfeuchte. Eine Fußbodenheizung trocknet das Holz in der Heizperiode stärker aus als andere Heizungen, sodass sich Fugen bilden können; eine relative Luftfeuchte von etwa 40 bis 60 Prozent hält diese Bewegung gering. Daher ist wichtig, eine Holzart auszuwählen, die sich durch ein geringes Schwind- und Quellverhalten auszeichnet. Unter den heimischen Hölzern haben sich Holzarten wie Eiche, Nussbaum oder Kirsche bewährt, aber auch einige exotische Hölzer wie Merbau, Olivenholz oder Bambus reagieren recht unempfindlich auf Temperaturschwankungen. Weniger geeignet hingegen sind beispielsweise Ahorn oder Buche.

Ein Beispiel für eine Fußbodenheizung, auf der Parkett als Fußbodenbelag verlegt ist, ist hier zu sehen:

 

Parkettboden bei Fußbodenheizung – die richtige Oberflächenbehandlung

Neben einer geeigneten Holzart ist aber auch von Bedeutung, wie die Oberfläche behandelt ist. Für die Wärmeabgabe spielt die Oberflächenbehandlung praktisch keine Rolle. Einen Unterschied gibt es aber beim Fugenbild: Lack kann benachbarte Stäbe seitlich miteinander verkleben, sodass sie beim Schwinden nicht einzeln, sondern in Blöcken auseinandergehen und wenige breite Fugen entstehen. Geölte Oberflächen sind hier toleranter und lassen sich zudem stellenweise ausbessern. Zudem sollte der Parkettboden nicht mit großflächigen Teppichen abgedeckt und mit schweren, massiven Möbeln zugestellt sein, denn diese beeinträchtigen die Heizleistung und sind auf Dauer auch für das Holz nicht allzu gut.

 

Parkettboden bei Fußbodenheizung – empfehlenswerte Verlegemuster

1.) Der vermutlich wichtigste Punkt bei der Kombination von Fußbodenheizung mit Parkett ist aber die eigentliche Verlegung des Parketts, wobei sich dies sowohl auf das Muster als auch auf die Methode beim Verlegen bezieht. So ist es ratsam, das Parkett in einem Muster mit unterschiedlichen Richtungen zu verlegen. Durch die verschiedenen Ausrichtungen wie beispielsweise bei einem Fischgrät-, Flecht- oder Würfelmuster bleibt das Gesamtbild gleichmäßiger, während die Fugenbildung bei einem Schiffsbodenmuster optisch deutlicher ins Gewicht fällt. Ratsam ist außerdem, sich für Parkettstäbe oder Elemente in eher kleinen Formaten zu entscheiden.

2.) Im Hinblick auf die Verlegemethode sollte die vollflächige Verklebung gewählt werden. Grundsätzlich ist es zwar auch möglich, den Parkettboden schwimmend zu verlegen, allerdings bringt dies deutliche Wärmeverluste mit sich. Dies erklärt sich damit, dass Luft zu den sehr guten Isolatoren gehört.

3.) Bei einer schwimmenden Verlegung entstehen zwischen dem Untergrund und der Dämmschicht sowie zwischen der Dämmschicht und dem Parkettboden gleich zwei Luftpolster und auf dem Weg durch die Dämmschicht und das Parkett in den Raum bleibt ein Teil der Wärme in den Hohlräumen hängen. Ein Überhitzen des Parkettbodens ist übrigens nicht zu befürchten, wenn die Richtwerte eingehalten werden. Maßgeblich ist die Freigabe des Parkettherstellers; üblich ist eine Oberflächentemperatur von höchstens 27 bis 29 Grad. Zudem darf der Wärmedurchlasswiderstand von Parkett und Kleber zusammen 0,15 m²K/W nicht überschreiten, was die Parkettdicke begrenzt.

Herausgeberin und inhaltlich verantwortlich
Selda Bekar — Impressum · Methodik · Korrekturhinweis