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Dielen auf Fußbodenheizung

Holz ist ein Baustoff, der sich über Jahrhunderte bewährt hat und auch heute noch zu den sehr beliebten Baustoffen gehört. So strahlt ein Fußboden aus massiven Holzdielen Gemütlichkeit und Wohnlichkeit aus und verbindet gleichzeitig die natürliche, charakteristische Optik mit den vielen guten Eigenschaften, die Holz mit sich bringt. In den letzten Jahren hat sich aber auch die energiesparende Fußbodenheizung zu den sehr beliebten Heizsystemen entwickelt. Anders als eine herkömmliche Heizung mit Heizkörpern strahlt die Fußbodenheizung die Wärme gleichmäßig verteilt über die gesamte Bodenfläche ab.

Dies führt zu einem behaglichen und gesunden Raumklima und stellt ganzjährig eine angenehme Fußwärme sicher. Hinzu kommt, dass die Fußbodenheizung eine freie Raumgestaltung ermöglicht, ohne dass Heizkörper die Optik beeinflussen. Nun wird sich so mancher vielleicht fragen, ob es denn nicht möglich ist, die positiven Eigenschaften eines Holzfußbodens mit den Vorzügen der komfortablen Fußbodenheizung zu kombinieren. Grundsätzlich ist es natürlich möglich, Dielen auf einer Fußbodenheizung zu verlegen. Allerdings müssen dabei einige Punkte berücksichtigt werden.

Rechner · Eignen sich die Dielen für die Fußbodenheizung?

Rechenweg: R = Dicke in m ÷ λ, dazu die Unterlage. DIN EN 1264 legt der Auslegung von Fußbodenheizungen einen Belagwiderstand von höchstens 0,15 m²K/W zugrunde. Die λ-Werte sind Richtwerte nach DIN EN ISO 10456 und DIN EN 12524; steht auf dem Belag oder der Unterlage ein Wert, geht dieser vor. Die Rechnung läuft in Ihrem Browser, es werden keine Daten übertragen.

Dielen auf einer Fußbodenheizung – worauf gilt es zu achten?

Holz ist ein natürliches Material, das auch nach dem Verlegen noch arbeitet. Dabei passt sich Holz immer dem Raumklima an, indem es sich je nach Temperatur und Feuchtigkeit ausdehnt oder zusammenzieht. Insgesamt lässt es sich also nicht vermeiden, dass sich die Fugenbreiten im jahreszeitlichen Ablauf verändern, wobei dies letztlich auch die Charakteristik eines Dielenbodens ausmacht. Trotzdem spielt die Holzart im Zusammenhang mit der Fußbodenheizung eine wichtige Rolle. Dies erklärt sich damit, dass die auf einer Fußbodenheizung verlegten Dielen ständigen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind.

  • Nicht jedes Holz reagiert aber gleichermaßen empfindlich, so dass grundsätzlich eine Holzart ausgewählt werden sollte, bei der das Quell- und Schwindverhalten nicht ganz so stark ausgeprägt ist. Unproblematisch in Kombination mit einer Fußbodenheizung verhalten sich heimische Hölzer wie beispielsweise Eiche, Kirsche oder Nussbaum, aber auch nichtheimische Holzarten wie Amerikanische Walnuss, Olivenholz, Bambus, Jatoba oder Merbau haben sich bewährt. Auf Holzarten wie Ahorn, Buche oder Esche hingegen sollte besser verzichtet werden, es sei denn, es handelt sich nicht um Massiv-, sondern um Mehrschichtdielen.
  • Neben der Holzart spielt auch die Verlegung eine Rolle. So ist Holz zwar einerseits für seine guten Wärmespeicherfähigkeiten, andererseits aber auch für seine guten Dämmeigenschaften bekannt. Bei der Planung der Fußbodenheizung wird der spätere Bodenbelag grundsätzlich mitberücksichtigt und die Fußbodenheizung so ausgelegt, dass sie die erforderliche Wärme bereitstellen kann. Dennoch sollten keine zu starken Dielen verlegt werden: Der Wärmedurchlasswiderstand von Belag und Kleber darf zusammen höchstens 0,15 m²K/W betragen. Bei Eiche entspricht das etwa 2,5 bis 3cm Dicke, bei Nadelholz, das stärker dämmt, rund 2cm. Außerdem sollte ein Holzboden, der auf einer Fußbodenheizung verlegt wird, prinzipiell vollflächig verklebt werden. Bei einer schwimmenden Verlegung bremsen Dämmunterlage und Luftschicht den Wärmefluss zusätzlich, sodass eine höhere Vorlauftemperatur nötig wird.
  • Im Heizbetrieb ist wichtig, die geltenden Richtwerte einzuhalten, um ein Überhitzen des Dielenbodens zu verhindern. So sollte das Aufheizen generell gleichmäßig und eher langsam erfolgen, damit sich das Holz an die steigende Temperatur gewöhnen kann. Elektrische Fußbodenheizungen heizen schneller auf; unter Massivholz sind sie deshalb nur mit Thermostat und Bodenfühler sinnvoll, der die Oberflächentemperatur begrenzt. Als Höchstmarke für die Oberflächentemperatur gelten 27 bis 29 Grad. Geölte Oberflächen sind bei Dielen auf Fußbodenheizung verbreitet, weil sich die Dielen damit einzeln bewegen können und Lack sie nicht seitlich verklebt. Außerdem sollte der Dielenboden nicht mit großflächigen, schweren Möbeln zugestellt oder mit Teppichen, die nicht fußbodenheizungsgeeignet sind, abgedeckt werden.

Und wie es aussehen kann, wenn ein Dielenboden auf einer Fußbodenheizung verlegt wird, ist hier zu sehen.

Herausgeberin und inhaltlich verantwortlich
Selda Bekar — Impressum · Methodik · Korrekturhinweis