Hausbau planen

Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten, wie der Traum vom Eigenheim wahr werden kann. So ist es möglich, mit einem Architekten zusammenzuarbeiten und das ganz persönliche Traumhaus zu entwerfen, das allen Vorstellungen, Wünschen und Ideen gerecht wird. Eine andere Möglichkeit ist, sich für ein Fertighaus zu entscheiden, das zwar etwas weniger Gestaltungsspielraum bietet, dafür aber auch etwas kostengünstiger ist als das vom Architekten geplante Haus. Genauso kann aber auch eine Bestandsimmobilie zum persönlichen Wunschhaus werden. So kann es durchaus sein, dass der künftige Hausbesitzer ein Haus kauft oder erbt und dieses Haus dann entweder übernimmt oder nach seinen Wünschen um- und ausbaut. Fertig gebaut kann das Traumhaus dann beispielsweise so aussehen:

Unabhängig davon, ob der Bauherr ein Haus selber bauen, bauen lassen oder kaufen möchte, zunächst einmal gilt es, das Projekt Haus zu planen. Ein Eigenheim gehört zu den mit Abstand größten Investitionen im Leben und muss daher entsprechend gründlich und sorgfältig geplant und vorbereitet sein. Ein wesentlicher Punkt im Zusammenhang mit der Planung ist natürlich der Kostenfaktor, denn die finanzielle Ausgangssituation entscheidet darüber, wie viel Haus sich der Bauherr überhaupt leisten kann. Neben den finanziellen Möglichkeiten gibt es aber noch einige weitere Punkte, die bedacht werden müssen.

 

Den Hausbau planen – daran gilt es zu denken

building-plan-354233_640Natürlich spielen die Finanzen eine sehr wichtige Rolle, denn der Traum vom Eigenheim muss finanzierbar sein und auch auf lange Sicht bezahlbar bleiben. Überlegungen zum Budget sind aber üblicherweise erst der zweite Schritt. Der erste Schritt bei der Planung des Hausbaus oder Hauskaufs besteht nämlich darin, zu klären, welche Wohnsituation überhaupt gewünscht wird. In diesem Zusammenhang wiederum gibt es im Wesentlichen zwei Faktoren, die eine entscheidende Rolle spielen, nämlich zum einen die Wohnlage und zum anderen der Bedarf.

 

1. Die Überlegungen zur Wohnlage

Die Wohnlage ist ein sehr wichtiger Punkt, der sich sowohl auf die Baukosten als auch auf den Wiederverkaufswert eines Hauses auswirkt. Je nach Region und Lage fallen die Grundstückskosten sehr unterschiedlich aus, wobei prinzipiell gilt, dass Baugrundstücke in und um Städte teurer sind als Grundstücke in ländlichen Regionen. Allerdings darf der Bauherr nicht nur einen möglicherweise sehr günstigen Grundstückspreis sehen. Der Preisvorteil kann nämlich sehr schnell wieder aufgehoben sein, wenn ein Zweitwagen angeschafft werden muss, die Entfernung und Fahrzeit zum Arbeitsplatz deutlich steigen und künftig nahezu alle Wege, beispielsweise zum Kindergarten, zur Schule, zum Einkaufen und zum Arzt, mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden müssen.

 

2. Die Planung des Bedarfs

Im Hinblick auf den Bedarf sollte zuerst ermittelt werden, wie groß die benötigte Gesamtwohnfläche ist, um im nächsten Schritt dann zu überlegen, auf wie viele Räume die Gesamtwohnfläche aufgeteilt werden soll und wie groß die einzelnen Zimmer sein sollen. Ein geeigneter Ausgangspunkt für diese Planungen ist die momentane Wohnsituation. Ausgehend von der aktuellen Wohnung kann überlegt werden, wo Veränderungen notwendig, sinnvoll und gewünscht sind. Dabei sollten die Überlegungen einerseits die Anzahl der Räume und andererseits deren Größe und Anordnung berücksichtigen. In diesem Zusammenhang ist aber wichtig, nicht nur die jetzige Lebenssituation zu berücksichtigen, sondern auch langfristig zu denken. Plant der Bauherr beispielsweise noch Nachwuchs oder schließt er nicht aus, sich später ein Büro in seinem Haus einzurichten, sollten hierfür Platzreserven einkalkuliert werden. Genauso sollte der Bauherr aber auch bedenken, dass er sein Haus im Alter alleine bewirtschaften und unterhalten muss, wenn seine Kinder irgendwann einmal ausgezogen sind. Eine weitere Überlegung sollte sein, ob ein Keller benötigt wird. Ein Keller kann bei Bedarf zu Wohnfläche ausgebaut oder als Lager- und Abstellraum genutzt werden, zudem erhöht ein Keller den Wiederverkaufswert eines Hauses. Gleichzeitig steigen durch einen Keller aber auch die Baukosten deutlich.