Bauanleitung Gartenbank: So bauen Sie eine Bank ganz einfach selbst

Aktualisiert am 18. Juni 2020 von Ömer Bekar

Infos zur Bauanleitung Gartenbank
Viel mehr als ein bisschen Holz und ein paar Schrauben brauchen Sie nicht, um nach unserer Bauanleitung eine Gartenbank zu bauen.

Auch im Garten dürfen Sitzgelegenheiten nicht fehlen. Schließlich wollen Sie nicht nur Gewächse pflanzen, Rasen mähen und Unkraut jäten, sondern Ihren Garten auch genießen. Auf einer schönen Gartenbank können Sie sich bei einem Kaffee oder einem Glas Wein bequem zurücklehnen und Ihren Blick schweifen lassen. Nur ist eine Gartenbank aus dem Gartencenter vielleicht nicht Ihr Ding. Denn die Bänke sehen alle nicht nur ziemlich ähnlich aus, sondern passen von der Größe möglicherweise nicht in Ihren Garten oder vom Preis her nicht ins Budget. Dann sind Sie als Heimwerker gefragt! Wir stellen Ihnen in dieser Bauanleitung eine Idee vor, wie Sie ganz einfach Ihre eigene Gartenbank bauen können.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie Sie das Projekt Gartenbank umsetzen können. So können Sie sich zum Beispiel Baumstämme besorgen und diese zu einer Baumbank zusammenbauen. Oder Sie fertigen einen Tisch, den Sie um Sitzflächen erweitern. So entsteht ein Picknicktisch, wie er gerne in Parks und auf Rastplätzen an der Autobahn steht. Auch aus Paletten können Sie eine Holzbank für Ihren Garten bauen.

Wir stellen Ihnen in dieser Bauanleitung noch eine andere Idee für eine Gartenbank vor. Dabei verarbeiten wir Holzbalken für die Füße und große Holzbretter für die Lehne und die Sitzfläche. Da die Bank sehr einfach konstruiert ist, erfordert das Nachbauen keine besonderen Kenntnisse oder umfangreichen Werkzeuge. Und Sie können die Schritt-für-Schritt-Anleitung ganz nach Ihrem Geschmack und passend zu Ihrem Garten abwandeln.

Die Materialliste für eine Gartenbank

Unsere Gartenbank hat eine 100 cm breite Sitzfläche auf einer Höhe von 48 cm. Aber das ist natürlich nur ein Vorschlag. Möchten Sie Ihre Gartenbank in einer anderen Größe bauen, können Sie die Hölzer entsprechend anpassen. Planen Sie bei einer sehr langen Gartenbank nur ein paar Balken mehr ein, damit Sie die Sitzfläche zwischendurch mit zusätzlichen Beinen abstützen können.

Außerdem brauchen Sie Metermaß und Bleistift, Schraubzwingen, eine Säge, den Akkubohrer und Schleifpapier. Je nach Holz kommen dann noch eine Lasur, ein Öl oder ein Lack samt Pinsel dazu.

Welches Holz für die Gartenbank?

Möbel für den Garten erfordern ein Material, das einerseits robust ist und andererseits gut mit der Witterung zurechtkommt. Neben Metall und Kunststoff wird deshalb sehr gerne Holz für Gartenmöbel verarbeitet. Denn Holz wird durch eine entsprechende Behandlung wetterfest. Gleichzeitig fügt sich das Naturmaterial harmonisch in einen Garten ein. Und das Holzwerken gestaltet sich für einen Heimwerker oft einfacher, als Plastik oder Metall zu verarbeiten.

Bleibt aber die Frage, welches Holz Sie für Ihre Gartenbank nehmen können. Gut geeignet sind Tropenhölzer. Denn sie müssen nicht noch zusätzlich imprägniert werden. Eine Alternative dazu sind europäische Harthölzer wie die Eiche.

Doch natürlich können Sie auch Nadelhölzer wie Lärche, Douglasie, Kiefer oder Fichte verwenden. Dann ist allerdings wichtig, dass Sie die Hölzer vor dem Verarbeiten mit einem Öl, einer Lasur oder einem anderen Holzschutz behandeln. Sonst verwittert das Holz zu schnell oder wird grau.

Tipp: Wenn Sie nach unserer Bauanleitung eine Gartenbank bauen möchten, müssen Sie sich nicht unbedingt neue Balken und Bretter besorgen. Verarbeiten Sie ruhig alte, abgelagerte Hölzer. Dadurch wirkt die Bank noch lebendiger und passt durch den natürlichen Look prima in den Garten.

Die Bauanleitung für die Gartenbank

Wir haben den Bauplan für unsere Gartenbank bewusst schlicht gehalten. Das geradlinige Design passt so nämlich gut zu jedem Garten, egal in welchem Stil er angelegt ist. Außerdem können Sie die Gartenbank problemlos nachbauen, selbst wenn Sie kein geübter Heimwerker sind. Gleichzeitig haben Sie eine Art grundlegende Bauanleitung für eine Gartenbank, die Sie nach Ihrem Geschmack abändern können. Also, fangen wir an!

1. Schritt: die Balken zusägen

Aus den Holzbalken entstehen zum einen die Füße der Holzbank und zum anderen die Streben, an denen später die Rückenlehne befestigt wird. Doch für diese Elemente müssen Sie die Balken zuerst auf die richtige Länge bringen.

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Dazu zersägen Sie die beiden 10 x 15 cm starken Holzbalken in sechs jeweils 60 cm lange Stücke. Den verbliebenen Holzbalken schneiden Sie in der Mitte durch, so dass Sie zwei 90 cm lange Hälften haben.

Übrigens: Wenn Sie keine geeignete Säge zur Hand haben oder sich den Zuschnitt nicht zutrauen, können Sie die Balken auch schon im Baumarkt auf die benötigten Maße ablängen lassen.

2. Schritt: die Füße der Gartenbank bauen

Grafik 1 zu Bauanleitung Gartenbank
Je drei Balken leimen Sie mit Holzdübeln zu den Füßen der Bank zusammen.

Aus den 60 cm langen Holzbalken bauen wir nun die Seitenteile der Gartenbank, die zugleich die Füße sind.

Dazu nehmen Sie den ersten Balken und bohren in eine der schmalen, 10 cm breiten Kanten drei Löcher für die Holzdübel. Setzen Sie dabei ein Loch mittig und die beiden anderen Löcher jeweils 10 cm von den Außenkanten entfernt. Bohren Sie die Löcher gut halb so tief wie Ihre Holzdübel lang sind.

Auf diese Weise versehen Sie auch die anderen Balken mit Dübellöchern. Bei zwei Balken arbeiten Sie die Löcher auf beiden Seiten. Diese beiden Hölzer ergeben die mittleren Balken der Seitenteile.

Dann geben Sie etwas Holzleim in die Löcher der einseitig gebohrten Balken und drücken dort die Holzdübel hinein. Anschließend tragen Sie weiteren Holzleim auf die Flächen zwischen den Dübeln auf und stecken die Hölzer fest zusammen. Die beidseitig gebohrten Balken ordnen Sie dabei in der Mitte an.

Pressen Sie die Hölzer danach mit Schraubzwingen zusammen, bis der Leim komplett abgebunden hat.

Tipp: Beim Bohren der Löcher müssen Sie präzise arbeiten. Sonst sitzen die Balken nicht gerade aufeinander. Sie können sich die Arbeit aber leichter machen, indem Sie sich eine Bohrschablone anfertigen.

3. Schritt: die Rückenlehne montieren

Nachdem die Füße fertig sind, geht es mit der Rückenlehne weiter. Dafür schrauben Sie einen 90 cm langen Balken entweder an der Rückseite eines Fußes oder seitlich daran fest. Das Ganze wiederholen Sie mit dem zweiten Seitenteil und dem anderen Balken.

Anschließend stellen Sie die Füße am besten dort auf, wo Ihre Gartenbank hin soll. So ersparen Sie sich das Herumtragen der fertigen Bank.

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Nun können Sie ein Holzbrett quer als Rückenlehne an den senkrechten Balken anschrauben. Je nachdem, wie hoch Sie die Rückenlehne haben möchten, können Sie das Brett entweder bündig mit den Balken abschließen lassen oder es nach oben versetzen. Auch die Breite der Gartenbank können Sie auf diese Weise um ein paar Zentimeter variieren.

Tipp: Bevor Sie die Schrauben eindrehen, sollten Sie die Löcher vorbohren. Dadurch verhindern Sie, dass das Holz reißt oder splittert.

4. Schritt: die Sitzfläche befestigen

Grafik 2 zum Bauen einer BankJetzt fehlt nur noch die Sitzfläche. Dafür nehmen Sie das verbliebene Holzbrett, legen es auf die Füße und schrauben es fest.

Zum Schluss können Sie die Kanten noch etwas abschleifen und abstehende Holzfasern entfernen. Damit ist die selbstgebaute Gartenbank auch schon fertig!

Aber natürlich müssen Sie Ihre Bank nicht so schlicht lassen. Stattdessen können Sie Farbe ins Spiel bringen, gemütliche Kissen auflegen oder seitlich einen Sonnenschirm anbringen. Genauso können Sie eine zweite Gartenbank bauen und die beiden Bänke über Eck zusammenstellen.

Oder Sie fertigen nach der gleichen Anleitung eine weitere Bank, lassen aber die senkrechten Balken und die Rückenlehne weg. Dann haben Sie eine Bank, die Sie sowohl zum Sitzen als auch als Gartentisch nutzen können.

Tipp: Wenn Ihnen die Lehne oder die Sitzfläche so zu wuchtig ist, können Sie statt einem breiten auch mehrere schmale Bretter montieren.

Die Pflege Ihrer Gartenbank

Damit Sie lange Freude an Ihrer DIY Gartenbank haben, sollten Sie diese regelmäßig pflegen. Dazu gehört, die Gartenbank zweimal pro Jahr gründlich zu reinigen. Geben Sie dafür etwas Naturseife in warmes Wasser und entfernen Sie Schmutz und andere Ablagerungen mit einer weichen Bürste. Die Naturseife greift das Holz nicht an.

Wenn die Gartenbank nach der Reinigung abgetrocknet ist, können Sie ein Holzöl auftragen. Das Öl zieht in das Holz ein und wirkt wie eine Schutzschicht von innen heraus.

Hat Ihre Gartenbank mehrere Jahre im Freien verbracht, wird es Zeit für eine Aufarbeitung. Schleifen Sie das Holz dafür ab und tragen Sie dann eine farblose Holzlasur, eine wetterfeste Farbe oder einen deckenden Holzlack auf. So sieht Ihre Gartenbank wieder aus wie neu.